Aktuelles

Das Teutoburger-Wald-Netz

Der Vertrag startet mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2017 und läuft über 15 Jahre. Mit dem neuen Verkehrsvertrag werden jährlich rund 5,3 Millionen Zugkilometer gefahren. Die drei Aufgabenträger NWL, LNVG und Provincie Overijssel starteten die Ausschreibung im Mai 2014. Derzeitige Betreiber des Teutoburger-Wald-Netzes sind die WestfalenBahn sowie auf der Linie RE 78 die DB Regio AG.

  • RB 61 Wiehengebirgs-Bahn (Bielefeld – Bad Bentheim – Hengelo)
  • RB 66 Teuto-Bahn (Münster – Osnabrück)
  • RB 65 Ems-Bahn (Münster – Rheine)
  • RB 72 Ostwestfalen-Bahn (Herford -Altenbeken-Paderborn)
  • RE 78 Porta-Express (Bielefeld – Minden – Nienburg)

News

Keolis spricht vor NWL-Verbandsversammlung über Probleme im Betrieb des Teutoburger Wald-Netzes

  • Keolis Deutschland nimmt ab 26. Februar 2018 den grenzüberschreitenden Verkehr der RB 61 nach Hengelo mit Neufahrzeugen vom Typ Stadler FLIRT auf
  • Intensive Nachsteuerung bei Sitzplatzkapazitäten, Fahrgastinformation und Beschwerdemanagement

Seit dem 10. Dezember 2017 betreibt Keolis Deutschland unter dem Markennamen eurobahn das Teutoburger Wald-Netz (TWN) mit den Linien RB 61 (Hengelo (NL) - Bielefeld), RB 65 (Münster – Rheine), RB 66 (Münster – Osnabrück), RB 72 (Herford – Bielefeld) und RE 78 (Nienburg – Bielefeld). In Anbetracht der Probleme im Teutoburger Wald-Netz seit Weihnachten 2017 wird die Geschäftsführung von Keolis am 7. Februar vor der NWL-Verbandsversammlung zu den vier Punkten Fahrzeuge, Personal, Fahrgastinformationen und Beschwerdemanagement Stellung beziehen. „Wir sind uns unserer Verantwortung voll und ganz bewusst und tun alles in unserer Macht stehende, um den Betrieb schnellstmöglich störungsfrei zu gewährleisten“, sagt Magali Euverte, Vorsitzende Geschäftsführerin Keolis Deutschland. Konkret wird das Unternehmen mitteilen:

1. Fahrzeuge

Laut Verkehrsvertrag sind 27 Fahrzeuge - 19 Gebrauchtfahrzeugen, übernommen von der Westfalenbahn, und 8 Neufahrzeuge -  für den Betrieb des TWN erforderlich. Aufgrund der erst Mitte Dezember erteilten Zulassung der acht Neufahrzeuge vom Typ Stadler Flirt war die Betriebsaufnahme des grenzüberschreitenden Streckenabschnitts der RB 61 zwischen Bad Bentheim über Oldenzaal nach Hengelo auf den 14. Januar verschoben worden. Unvorhersehbare Störungen an den Fahrzeugen verhindern bis heute die Betriebsaufnahme. Busse stellen seitdem den Ersatzverkehr. Die nun laufende intensive Testphase mit den Neufahrzeugen wird am 25. Februar abgeschlossen sein. Der fehlende Fahrzeugbestand hatte auch auf den angrenzenden Linien RB 65 und RB 66 Kapazitätseinschränkungen zur Folge.

Die Fakten:

  • Vom 14. bis 29. Januar fand eine intensive Fehlerermittlung gemeinsam mit Fahrzeughersteller Stadler statt; dazu gehörten Sonderzuführungen, eine Ausweitung der Arbeitszeiten in der Werkstatt sowie unternehmensübergreifender Erfahrungsaustausch mit Fahrzeughersteller und anderen Eisenbahnverkehrsunternehmen.
  • Vom 1. bis zum 25. Februar finden intensive Belastungstests und letzte Reparaturarbeiten statt.
  • Ab dem 26. Februar werden die Neufahrzeuge voll einsatzfähig und damit auch Kapazitätsabweichungen auf allen Linien vermeidbar sein.

2. Personal

Keolis hat in 2017 seine Planzahl an neu eingestellten Triebfahrzeugführern für die drei bisherigen Netze erfüllt.

Auch der Personalbestand für das TWN war ausreichend geplant. Rund 98% Prozent der Triebfahrzeugführer und Kundenbetreuer, die vom Teilbetriebsübergang der Westfalenbahn im TWN betroffen waren, wechselten zu Keolis. Zusätzlich sollten für das neue Netz weitere Triebfahrzeugführer aus insgesamt sechs Ausbildungskursen zum Betriebsstart an Bord sein.

Die Fakten:

  • Aufgrund von unvorhergesehenen Verzögerungen beim Abschluss von drei Ausbildungskursen startete Keolis mit einer dünneren einsatzbereiten Personaldecke als geplant.
  • Trotz des zusätzlichen Einsatzes von Mitarbeitern aus der Verwaltung, ließen sich dadurch Zugausfälle sowie ein reduziertes Sitzplatzangebot in zu vielen Fällen nicht vermeiden.
  • Die fehlenden Triebfahrzeugführer sind im Zulauf. Ab 26. Februar ist der Personalbestand im TWN stabil.

3. Fahrgastinformation

Als Vorbereitung auf den Betriebszuwachs hatte Keolis seine Leitstelle personell um 50 Prozent aufgestockt. Jedoch war durch das Ersatzkonzept und die dadurch bedingten Kapazitätsabweichungen ein noch höherer Arbeitsaufwand entstanden. In der Folge wurden die Fahrgastinformationssysteme teils zu spät mit Daten beliefert und Fahrgäste beklagten unzureichende Informationen. Keolis hat darauf umgehend reagiert:

  • Strukturelle Verbesserungen für schnelleren Arbeitsfluss: Disposition und Fahrgastinformation erfolgen nun getrennt.
  • Zusatzpersonal für Fahrgastinformation ist bereits eingestellt und in Schulungen. Vom 26. Februar an wird das neue Team rund um die Uhr die Versorgung der Systeme sicherstellen.
  • Die anfänglichen technischen Schnittstellenprobleme sind nach intensiven Analysen beseitigt.
  • Die Prozessoptimierung erfolgt in enger Kooperation mit den beteiligten Partnern (DB für APP und elektronische Informationssysteme an Stationen).
  • Eigene Kanäle wie die Homepage hat Keolis durch die neue LiveAbfahrtsinformation werden nochmals verbessert.

4. Beschwerdemanagement

Infolge der aufgetretenen Störungen war das  Beschwerdemanagement streckenweise überlastet. Keolis bedauert dies und hat Zusatzpersonal für die Bearbeitung von Erstattungsanträgen eingesetzt. Außerdem gelten besondere Kulanzregelungen mit einem Gutschrift-Versand. Abo-Kunden und Zeitkarteninhaber für das TWN erhalten Erstattungen. Im Einzelnen nennt Keolis die folgenden Maßnahmen:

  • Zusatzpersonal kümmert sich ausschließlich um die Bearbeitung der noch offenen Erstattungsanfragen und EMail-Anfragen.
  • Um den Rücklauf zu verkürzen werden pauschale Gutschriften an die Kunden herausgegeben.
  • Für Abokunden und Zeitkarteninhaber im TWN werden angemessene Erstattungen ausgezahlt.
  • Mit Betriebsaufnahme des TWN hat Keolis eine neue eurobahnHotline im 24/7-Dienst geschaltet, die sowohl für Fahrgäste aus dem In- wie aus dem Ausland kostenfrei ist. Die Erreichbarkeit der Hotline wird regelmäßig protokolliert und geprüft. Sie lag durchgehend in einer Quote über 95 Prozent.

RB 61: Busse ersetzen Züge zwischen Bad Bentheim und Hengelo

Keolis Deutschland setzt den grenzüberschreitenden Verkehr auf der eurobahn-Linie RB 61 vorerst nicht fort. Ein Schienenersatzverkehr mit Bussen ersetzt die stündliche Verbindung mit 34 täglichen Fahrten (mo –fr) zwischen Bad Bentheim ins niederländische Hengelo und Gegenrichtung.

Düsseldorf, 15. Januar 2018

  • Nach Betriebsaufnahme der eurobahn-Linie RB 61 zwischen Bad Bentheim-Hengelo am 14. Januar zeigten die für das Netz eingeplanten Neufahrzeuge technische Probleme
  • Zugverkehr auf der RB 61 auf dem niederländischen Streckenabschnitt daher nicht möglich
  • Schienenersatzverkehr mit Bussen ist für jede Fahrt eingesetzt
  • Keolis in enger Abstimmung mit Fahrzeughersteller Stadler zur Problembeseitigung

Fahrplan

Auf der Strecke Bad Bentheim Richtung Hengelo fährt der Bus zwei Minuten nach fahrplanmäßiger Abfahrt des Zuges ab. Die Fahrzeit verlängert sich um rund 30 Minuten. Anschlüsse in Hengelo können gegebenenfalls nicht erreicht werden.

In Hengelo fährt der Bus bereits 32 Minuten vor planmäßiger Abfahrt des Zuges ab. In Bad Bentheim werden so alle Anschlussverbindungen erreicht. Auch hier verlängert sich die Fahrtzeit um rund 30 Minuten.

Die Busse halten in beiden Richtungen in Hengelo und Oldenzaal am Bahnhofsvorplatz, in Bad Bentheim aufgrund der dortigen Bauarbeiten hinter dem Empfangsgebäude.

Auskunft bietet rund um die Uhr die eurobahn-Hotline 00800 387 622 46.

Technische Probleme mit Neufahrzeugen Stadler FLIRT

Nach amtlicher Zulassung der acht neuen Mehrsystem-Elektrotriebzüge in Deutschland und den Niederlanden sollte die RB 61  ab 14. Januar 2018 über Bad Bentheim hinaus ins niederländische Hengelo fahren. Im Testbetrieb zeigten die neuen Fahrzeuge vereinzelt technische Störungen bei der Umschaltung auf das niederländische Stromsystem. Um die Reisekette der Fahrgäste zu gewährleisten, stellte Keolis am 14. und 15. Januar vorsorglich Busse entlang der Strecke Bad Bentheim – Hengelo als Ersatz bereit. Im Regelbetrieb häufte sich das Problem und verhinderte den planmäßigen Betrieb ins Nachbarland. Von den 30 Fahrten zwischen Bad Bentheim und Hengelo und zurück mussten am Sonntag kurzfristig 22 durch die bereitstehenden Busse ersetzt werden. Auch heute übernehmen Busse den größten Teil der Fahrten.

Die Problembeseitigung liegt im Rahmen der Gewährleistung beim Fahrzeughersteller Stadler und Keolis arbeitet in enger Kooperation mit dem Unternehmen an einer zeitnahen Beseitigung der Störung.

Ersatzfahrplan RB 61

Keolis bedauert die aktuellen Unannehmlichkeiten für seine Kunden im Teutoburger-Wald-Netz (TWN)

• 6% der Züge im TWN seit der Betriebsaufnahme ausgefallen, überwiegend in der Zeit von Weihnachten über den Jahreswechsel bis heute

• Keolis nimmt ab 14. Januar 2018 den grenzüberschreitenden Verkehr nach Hengelo mit acht neuangeschafften Fahrzeugen vom Typ Stadler FLIRT auf

• Zusätzlich werden Busse bereitgestellt sollten technische Probleme beim Grenzübertritt auftreten

Düsseldorf, 12. Januar 2018

Seit dem 10. Dezember 2017 betreibt Keolis Deutschland unter dem Markennamen eurobahn das Teutoburger-Wald-Netz (TWN) mit den Linien RB 61 (Hengelo – Bielefeld), RB 65 (Münster – Rheine), RB 66 (Münster – Osnabrück), RB 72 (Herford – Paderborn) und RE 78 (Nienburg – Bielefeld). Darauf hat sich der größte private Anbieter im öffentlichen Schienenpersonennahverkehr in Nordrhein-Westfalen ausführlich vorbereitet.

Trotz aller Vorkehrungen gab es über den Jahreswechsel bis heute Zugausfälle und geringere Sitzplatzkapazitäten im Teutoburger Wald-Netz: „Wir können uns bei unseren Fahrgästen für diese Unannehmlichkeiten nur entschuldigen“, sagte Keolis-Geschäftsführer Thomas Görtzen. „Aufgrund von unvorhergesehenen Verzögerungen beim Abschluss zweier Ausbildungskurse waren wir kurzfristig gezwungen, mit einer dünneren Personaldecke als geplant zu starten. Trotz der Übernahme nahezu aller Triebfahrzeugführer des früheren Betreibers und des Einsatzes von Mitarbeitern aus der Verwaltung, ließen sich dadurch Zugausfälle sowie ein reduziertes Sitzplatzangebot in zu vielen Fällen nicht vermeiden. Wir nehmen die Situation sehr ernst. Die Qualifikation der noch fehlenden Lokführer wird in den nächsten Tagen abgeschlossen“, erläuterte Görtzen.

Vor Übernahme des Teutoburger Wald-Netzes hat Keolis seine Webseite komplett überarbeitet. Zudem wurde das Kundencenter der eurobahn entsprechend erweitert. Allen Fahrgästen steht – rund um die Uhr – das Kundencenter unter einer Hotline zur Verfügung. Die Nummer 00800 387 622 46 ist sowohl innerhalb Deutschlands als auch aus dem Ausland kostenfrei mobil und aus dem Festnetz zu erreichen. Auf der Webseite sowie über seinen Twitteraccount (twitter.com/eurobahn_info) informiert das Unternehmen durchgängig zur aktuellen Betriebslage in Echtzeit. In den ersten Wochen nach dem Betriebsstart verursachte ein Fehler in der Datenübermittlung zum Teil verspätete und unzureichende Online-Informationen in den Portalen und der DB-App. „Wir analysieren das Problem intensiv am Einzelfall und haben vorübergehen zusätzliche Kollegen für manuelle Eingaben miteingeplant“, erklärt Thomas Görtzen.

Grenzüberschreitender Verkehr der RB 61 nach Hengelo startet am 14. Januar 2018

Nach amtlicher Zulassung der acht neuen Mehrsystem-Elektrotriebzüge in Deutschland und den Niederlanden wird die RB 61  ab 14. Januar 2018 über Bad Bentheim hinaus ins niederländische Hengelo fahren. Die RB 61 verkehrt dann stündlich von Bielefeld über Osnabrück, Rheine, Bad Bentheim und Oldenzaal (NL) nach Hengelo (NL). In Hengelo bestehen Anschlüsse im niederländischen Netz z. B. in und aus Richtung Apeldoorn, Enschede und Zwolle. Im jüngsten Testbetrieb zeigten die neuen Fahrzeuge vereinzelt technische Störungen bei der Umschaltung auf das niederländische Stromsystem. Diese verhindern Fahrten in die Niederlande. Keolis arbeitet in enger Kooperation mit dem Fahrzeughersteller Stadler an einer zeitnahen Beseitigung der Störung. Um die Reisekette der Fahrgäste zu gewährleisten, stellt Keolis Busse entlang der Strecke Bad Bentheim – Hengelo vorsorglich als Ersatz bereit. Im Einsatzfall steht Keolis-Personal an den Stationen unterstützend zur Verfügung.

Keolis arbeitet beim Betrieb dieses Streckenabschnitts innerhalb des Konzerns eng zusammen. Die niederländische Konzern-Schwester Keolis Niederlande kooperiert auf betrieblicher Seite im planmäßigen grenzüberschreitenden Verkehr und stellt auch die Busse bereit.

Zusätzlich werden Keolis-Mitarbeiter vor Ort sein, die nicht nur generelle Auskünfte geben sondern auch für den Fall einer Störung Informationen zum Busverkehr weitergeben können.

Fahrplan und Tarifinformationen

Den kompletten Fahrplan erhalten Fahrgäste online in den bekannten Fahrplanauskunftssystemen, auf der eurobahn-Webseite, in den eurobahn-Kundencentern, in den Zügen der Linie RB 61 sowie an allen DB-Reisezentren und Ticket-Verkaufsstellen entlang der Strecke.

Für Fahrten nach Oldenzaal (NL) und Hengelo (NL) gilt: Liegt der Startbahnhof in Niedersachsen gelten der Niedersachsentarif sowie das Niedersachsen-Ticket. Das Niedersachsen-Ticket  gilt auch für Fahrten von Herford (RB 61) oder Nienburg (RE 78) nach Hengelo sowie bei Verbindungen von Münster über Rheine nach Hengelo.  Für Ziele, die außerhalb des Geltungsbereiches des NiedersachsenTarifs bzw. Niedersachsen-Tickets liegen gilt der internationale Bahntarif.  (Hinweis: Bei Fahrten von Bielefeld (RB 61) oder von Münster über Osnabrück nach Hengelo (RB 66) gilt zwar der Niedersachsentarif, aber nicht das Niedersachsen-Ticket. Der WestfalenTarif und der NRW-Tarif sind nicht bis Hengelo gültig.)

Für Fahrten innerhalb der Niederlande gilt das niederländische Tarifsystem: die OV-chipkaart, eine Art aufladbare Prepaidkarte, mit der man sich vor bzw. nach einer Zugfahrt am Bahnhof am Kartenleser ein- bzw. auschecken muss. Für die RB 61 in Hengelo und Oldenzaal ist der Kartenleser von "blauwnet" zu nutzen. Mehr Informationen zur Verwendung erfahren Sie unter www.blauwnet.nl.

Ticketkauf

Alle Züge der Linie RB 61 sind mit zwei Ticket-Automaten ausgestattet. Am Display des Automaten können Fahrgäste in wenigen Schritten die passenden Tickets für die gewünschte Fahrt ermitteln (ausgenommen OV-chipkaart).

Ticketautomaten stehen darüber hinaus an allen niedersächsischen Bahnhöfen und an ausgewählten Bahnhöfen in NRW zur Verfügung. Alternativ können Fahrgäste ein Ticket in einer Verkaufsstelle oder online auf www.bahn.de erwerben. Die OV-chipkaart kann beispielsweise als einmalige Karte in Papierform oder wiederverwendbare Karte an einem Schalter oder Ticketautomaten am Bahnhof in Oldenzaal oder Hengelo sowie in diversen Zeitschriftenläden oder Supermärkten erworben werden.

Alle Informationen liefert die TWN-Infobroschüre, die auf der Seite twn.keolis.de abrufbar ist.

 

Über das Teutoburger Wald-Netz

  • Das Teutoburger-Wald-Netz umfasst mit seinen fünf Linien eine Gesamtstreckenlänge von 500 Gleiskilometern
  • Die Züge legen pro Jahr über 5,3 Millionen Kilometer im Netz zurück
  • Alle Linien fahren insgesamt 52 Stationen an
  • Für das Netz stehen 27 Fahrzeuge zur Verfügung, davon 19 gebrauchte Elektrotriebwagen des Typs FLIRT und acht FLIRT der neusten Generation, die grenzüberschreitend bis in die Niederlande verkehren werden
  • Alle 27 Fahrzeuge sind mit modernsten Ticketautomaten ausgestattet
  • Die Telefon-Hotline steht Fahrgästen im 24h-Service kostenfrei aus dem In- und Ausland zur Verfügung

 

Fakten zumStadler FLIRT auf der Linie RB 61

Die acht Elektrotriebzüge der neuesten Generationsind technisch so ausgestattet, dass sie sowohl auf dem deutschen als auch auf dem niederländischen Schienennetz fahren können. Die fünfteiligen Fahrzeuge können bis zu 585 Passagiere befördern, 266 davon auf komfortablen Sitzplätzen. Zudem ist Platz für 24 Fahrräder pro Zug.Die Fahrzeuge verfügen über großzügig gestaltete Mehrzweckabteile in allen Einstiegsbereichen, breite Einstiege sowie Spaltüberbrückungen – dieses fördert einen sicheren und schnellen Fahrgastwechsel. Der Komfort wird durch ein mehrsprachiges Fahrgastinformationssystem, LED-Leuchten im Innenraum und Steckdosen an allen Sitzen ergänzt. Zur Unterstützung der Sicherheit sind in den Zügen Video-Überwachungssysteme installiert.

Betreiberwechsel im Teutoburger-Wald-Netz: Neufahrzeuge bis Mitte Januar 2018 im Einsatz

Bis Ende Dezember 2017 ersetzen Busse montags bis freitags die Züge der Linie RE 78 zwischen Nienburg und Minden. Der Verkehr in die Niederlande mit der Linie RB 61 startet am 14. Januar 2018

Am 10. Dezember übernimmt Keolis Deutschland das Teutoburger-Wald-Netz (TWN)

Die Vorbereitungen zur Übernahme des Teutoburger-Wald-Netzes (TWN) durch Keolis laufen auf Hochtouren. Ab 10. Dezember wird Keolis Deutschland unter dem Markennamen eurobahn das TWN betreiben. Beauftragt wurde Keolis von den Aufgabenträgern Nahverkehr Westfalen Lippe (NWL), der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH (LNVG) und der niederländischen Provincie Overijssel nach einem europaweiten Vergabeverfahren.

Während der größte Teil des Streckennetzes pünktlich übernommen und betrieben wird, kommt es auf zwei Streckenabschnitten zu Verzögerungen, teilen Keolis und die drei Aufgabenträger heute in der vorliegenden, gemeinsamen Presseinformation mit: Der Betriebsstart der Strecke ins niederländische Hengelo mit der RB 61 verschiebt sich um fünf Wochen auf den 14. Januar 2018. Darüber hinaus werden bis Ende Dezember 2017 montags bis freitags auf der Strecke zwischen Nienburg und Minden Busse eingesetzt (RE 78), bis dort Anfang Januar 2018 der Schienenpersonenverkehr wieder aufgenommen wird. An den Wochenenden verkehren die Züge der Linie RE 78 jedoch planmäßig.

Wesentlicher Grund für die Verzögerungen: Die Zulassungen der neuen zusätzlichen Mehrsystem-Elektrotriebzüge für Deutschland und darauf aufbauend für die Niederlande erfordern jeweils ein aufwendiges amtliches Prüf- und Nachweisverfahren. Derzeit kann nicht abschließend sichergestellt werden, das dieses rechtzeitig zum Betriebsstart abgeschlossen ist. Deshalb haben die Aufgabenträger und Keolis gemeinsam entschieden, den Personenverkehr auf dem grenzüberschreitenden Abschnitt von Bad Bentheim bis Hengelo am 14. Januar 2018 zu starten. Dadurch verzögert sich der Einsatz von insgesamt acht zusätzlichen Elektrotriebzügen der neuesten Generation vom Typ Stadler FLIRT, die nun schrittweise bis zum 30. Dezember den Zugbetrieb im deutschen Teil des Netzes aufnehmen werden. Alle anderen Linien des Teutoburger-Wald-Netzes RB 65 (Münster –Rheine), RB 66 (Münster- Osnabrück), RB 72 (Herford – Paderborn) und auch die Linie RB 61 zwischen Bielefeld und Bad Bentheim verkehren planmäßig, jedoch muss in den ersten Wochen partiell mit Kapazitätseinschränkungen gerechnet werden. Neben den neuen Mehrsystem-Fahrzeugen werden die 19 Fahrzeuge des heutigen Betreibers „WestfalenBahn“, die zum Fahrplanwechsel in die eurobahn-Flotte übergehen, künftig den Reisenden im TWN zur Verfügung stehen.

Alle Informationen zum Fahrplan werden in Kürze auf www.eurobahn.de veröffentlicht. Zusätzliche Informationen zu allen häufig gestellten Fragen zum Betreiberwechsel sind unter twn.keolis.de zusammengefasst.


Das Teutoburger-Wald-Netz umfasst die fünf Linien RB 61 „Wiehengebirgs-Bahn" (Bielefeld – Bad Bentheim – Hengelo), RB 66 „Teuto-Bahn" (Münster – Osnabrück), RB 65 „Ems-Bahn" (Münster – Rheine), RB 72 „Ostwestfalen-Bahn" (Herford – Altenbeken-Paderborn) sowie den RE 78 „Porta-Express" (Bielefeld – Minden – Nienburg) mit einer Gesamtstreckenlänge von 500 Kilometern.

Kontakt:
Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL)
Uli Beele (Pressesprecher)
Telefon: 02303 25 316 12
E-Mail: u.beele@nwl-info.de

Provincie Overijssel
Petra Timmer
Telefon: 0031 38 499 9223
E-Mail: PA.Timmer@Overijssel.nl

Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG)
Rainer Peters (Pressesprecher)
Telefon: 0511 533 33 170
E-Mail: peters@lnvg.de

Keolis Deutschland (eurobahn)
Sabine vom Stein / Steffen Klinge
(i. V. für Danica Dorawa – Unternehmenssprecherin)
Telefon: 0211 385 54 172
E-Mail: presse@keolis.de

Keolis mit neuem Unternehmensauftritt

Mehr Fahrgäste, mehr Züge, mehr Service: Keolis Deutschland wächst – in Deutschland und weltweit. Innovative Mobilitätslösungen für die Zukunft entwickeln und realisieren sowie den Kundenbedürfnissen je nach Land, Kultur und wirtschaftlicher Struktur individuell gerecht werden. Dieses Leistungsversprechen verbindet den global agierenden Konzern mit französischen Wurzeln. Dies wird auch mit dem neuen Markenauftritt deutlich, den Keolis Deutschland am 10. November zusammen mit der vollständig überarbeiteten Homepage vorstellt.

Mit über 60.000 Mitarbeitern in zehn europäischen Ländern (Belgien, Deutschland, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Portugal, Schweden) sowie in Australien, China, Indien, den USA, Kanada und den Vereinigten Arabischen Emiraten betreibt Keolis U-Bahnen, Straßenbahnen, Züge, Busse und Parkhäuser. In Frankreich ist Keolis mit dem Betrieb von 88 Stadtverkehrsnetzen größter Anbieter des öffentlichen Personennahverkehrs, in Australien (Melbourne) Betreiber des weltgrößten Tramnetzes, zusätzlich Pionier im Betrieb von autonomen Metros und Shuttles.


Keolis Deutschland auf Wachstumskurs: Mehr Service für die Fahrgäste der eurobahn-Linien

In Deutschland erweitert Keolis mit der Marke eurobahn derzeit sein Streckennetz um 50%. Mit dem Wechsel zum Winterfahrplan am 10. Dezember 2017 übernimmt das Unternehmen das Teutoburger-Wald-Netz mit fünf Linien. Im Dezember nächsten Jahres steht die Neuauflage des Hellwegnetzes an und Ende 2019 die Betriebsaufnahme von zwei Linien bei der S-Bahn Rhein-Ruhr. Den damit verbundenen Herausforderungen entgegnet das Unternehmen mit noch mehr Service für seine Fahrgäste.

Gebündelt wird dieser im erweiterten Informationsangebot auf der Homepage www.eurobahn.de. Dazu gehört unter anderem die Übersicht der aktuellen Verkehrslage und der Baumaßnahmen mit entsprechenden Filtermöglichkeiten. Der Kunde erhält außerdem Bahnhofsinformationen zu jeder Haltestelle, die von der eurobahn angefahren werden, was gerade mit Hinblick auf Barrierefreiheit oder Links auf aktuelle Abfahrts- und Ankunftszeiten eine deutliche Verbesserung darstellt.


Kostenfreie 24/7-Hotline - auch aus dem Ausland

Neben dem neuen Logo und der überarbeiteten Homepage wird Keolis Deutschland eine kostenfreie Hotline schalten, die an sieben Tagen der Woche rund um die Uhr für Fragen der Fahrgäste zur Verfügung steht. Der Rufnummer 38762246 ist die 00800 vorgeschaltet, damit sie auch vom Ausland kostenfrei erreichbar ist. Das ist mit Blick auf den grenzüberschreitenden Verkehr in die Niederlande wichtig. Die neue Hotline-Nummer ist einfach zu merken: Die Tastenfolge entspricht der Buchstabenwahl eurobahn.

Keolis unterzeichnet Agenda Bahnen

Die Bedeutung des Schienenpersonennahverkehrs wächst. Das spürt nicht nur Keolis, sondern die gesamte Branche. Geschlossen zeigen die insgesamt sieben Eisenbahnverkehrsunternehmen in der Kampagne „Wir machen das“ die Bedeutung der Leistungen für die Wirtschaft und die Lebensqualität der Menschen. Als Zeichen einer starken Branche unterzeichneten sie gestern bei der Auftaktveranstaltung in Düsseldorf dazu im Beisein des Verkehrsministers NRW, Hendrik Wüst, die „Agenda Bahnen“.

Weitere Informationen http://www.wir-machen-das.nrw/

KEOLIS Bewerbertage 2017: Lernen Sie unser Unternehmen kennen, kommen Sie mit uns ins Gespräch!

Wir suchen aktuell Triebfahrzeugführer und Kundenbetreuer für ausgewählte Standorte, neue Mitarbeiter für die Buchhaltung, die Abteilungen Verkehrswirtschaft und Fahrzeugtechnik sowie  für unser Kundencenter. Wir suchen Menschen mit Energie und Charakter, die unser Unternehmen mit uns gemeinsam weiter vorantreiben wollen. In einer Kultur, in der wir gewohnt sind, die Ärmel hochzukrempeln ohne dabei die Ellenbogen auszufahren.

Keolis Bewerbertage: Wir laden ein!

Lernen Sie unser Unternehmen kennen, kommen Sie mit uns ins Gespräch! Wir stellen Ihnen persönlich unser Unternehmen vor und die Kollegen der Fachabteilungen stehen Ihnen Rede und Antwort in ganz ungezwungener Atmosphäre.

Die Termine (jeweils 9.00 – 17.00 Uhr)

  • Düsseldorf:
    Donnerstag, 12. Oktober 2017

    Besprechungsraum Keolis Verwaltung, Immermannstraße 65b, 40210 Düsseldorf
  • Hamm:
    Mittwoch, 18. Oktober 2017
    Besprechungsraum Keolis Verwaltung, Unionstraße 3, 59067 Hamm
  • Bielefeld:
    Freitag 27. Oktober 2017
    Meldestelle Keolis, Bahnhofstraße 46, 33602 Bielefeld

Ausbildung zum Lokführer: Solide Ausbildung für einen zukunftssicheren Beruf

Wer Lokführer werden möchte, braucht technisches Verständnis, Konzentrationsfähigkeit und ein ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein. Der Beruf ist anspruchsvoll, gut bezahlt und zukunftssicher. Davon ist Thomas Görtzen, Geschäftsführer von Keolis, überzeugt. „Wir sind daran interessiert Mitarbeiter lange an unser Unternehmen zu binden. Darum investieren wir viel in ihre Aus- und Fortbildung.“

Allein in diesem Jahr hat Keolis zwei Millionen Euro für die Qualifizierung künftiger Lokführer aufgebracht. Insgesamt 79 Anwärter besuchen die aktuell sieben Ausbildungskurse. Eine notwendige Maßnahme angesichts der Expansion des Streckennetzes. Keolis betreibt derzeit drei Netze in Nordrhein-Westfalen mit zehn Linien. Am 10. Dezember übernimmt das Unternehmen den Betrieb der fünf Linien des Teutoburger-Wald-Netzes RB 61, RB 65, RB 66, RB 72 und RE 78. Mit Blick auf die S-Bahn-Rhein Ruhr im Dezember 2019 sind in 2018 weitere Kurse geplant.

Die Qualifizierung dauert insgesamt rund zehn Monate. Sie startet mit einem Theorieteil. Die Teilnehmer erhalten Basiswissen über Bahnhöfe, Züge und Technik. „Eisenrad auf Schiene“, nennt Astrid Wessels-Tschöke das. Sie ist Personalreferentin und verantwortet bei Keolis die Qualifizierungskurse. Dieser Teil der Ausbildung umfasst mindestens sechs Wochen und ist seit 2011 für die gesamte EU einheitlich geregelt. Am Ende legt jeder Teilnehmer  eine schriftliche und eine mündlichen Prüfung dazu ab. Wer sie besteht, erhält den Führerschein, darf jedoch noch nicht fahren. Aber er hält damit die Voraussetzung für den zweiten, nun länderspezifischen und deutlich umfangreicheren Ausbildungsteil in Händen.

Dieser Teil der Ausbildungsphase dauert zwischen vier und fünf Monaten. Neben umfangreicher Theorie finden nun auch erste Fahrten auf den Zügen statt. So genannte „Kucki-Fahrten“, bei denen die Auszubildenden zwar mitfahren, aber noch nicht selbst steuern dürfen.

Maximal 15 Teilnehmer umfasst bei Keolis eine Ausbildungsgruppe. Auch wenn mehr Kapazitäten da wären, sei eine höhere Teilnehmerzahl nicht sinnvoll, so Astrid Wessels-Tschöke. „Das ist schon eine richtige Power-Schulung, die die Teilnehmer da absolvieren. Wenn die Gruppen zu groß sind, ist effektives Lernen nicht mehr möglich.“

Nach Abschluss dieser zweiten Lernphase legen die angehenden Lokführer erneut eine schriftliche und mündliche Prüfung ab. Nicht immer bestehen alle Teilnehmer diese Phase. Es mangele häufig nicht an Wissen, sondern der Prüfungsstress sei hoch, so Astrid Wessels-Tschöke. Keolis unterstützt seine Lernenden daher mit verschiedenen Trainings. Je nach Prüfungsordnung des Bildungsträgers darf der Kandidat nach frühestens einer Woche zum zweiten Mal ins Rennen gehen. Dann nimmt in der Regel über 80 Prozent die Hürde und erhält damit die Voraussetzung für die dritte Ausbildungsphase.

Die erfolgt im Betrieb und ist auf einen konkreten Fahrzeugtyp, entweder im Diesel- oder im E-Netz, fokussiert. Mit Abschluss der so genannten Fahrzeugverwendungsprüfung dürfen die Absolventen nun unter der praktischen Anleitung eines Ausbildungslokführers erstmals selbst einen Zug fahren. Die ersten 40 Schichten absolvieren die zukünftigen Tf (für Triebfahrzeugführer), wie sie intern kurz und knapp genannt werden, in Begleitung des erfahrenen Kollegen im Führerstand. Die tägliche Fahrzeit liegt zunächst bei zwei Stunden und wird sukzessive gesteigert.  „Trotz Trainings am Simulator ist die Fahrt auf der Strecke dann noch mal etwas ganz anderes.“

Nach diesem Teil schließt sich die Abschlussprüfung an, die auch fahrpraktische Teile auf einem Zug und im Simulator umfasst. Nur wer das Gelernte aus der Theorie hier unter den kritischen Augen zweier Prüfer fehlerfrei anwenden kann, wird abschließend eine Zusatzbescheinigung erhalten und darf dann die Verantwortung für seinen Zug alleine übernehmen.

„Der Stress zu Beginn der Tätigkeit ist nicht zu unterschätzen“, erklärt Wessels-Tschöke. Die Freude, schließlich eigenverantwortlich einen Zug zu fahren, jedoch auch nicht. Astrid Wessels-Tschöke muss es wissen. Sie hatte selbst die Ausbildung absolviert und ist gefahren, bevor sie in die Personalabteilung wechselte.

Informationen zu Qualifizierungen bei Keolis unter einfach.keolis.de

Eine gute Unternehmenskultur ist die Voraussetzung für Wachstum

  • Mitarbeiterzahl von Keolis steigt um ein Drittel in 2017
  • Mitarbeiten bedeutet mitdenken statt abnicken
  • Steigender Konkurrenzdruck nicht zulasten von Mitarbeitern

Düsseldorf, August 2017. Die Marke eurobahn kennt fast jeder, der in Ostwestfalen Regionalzüge nutzt. Doch wer kennt Keolis? Zwar ist das Unternehmen der größte private Anbieter im öffentlichen Personenschienennahverkehr von NRW. Doch weil auf seinen Zügen der Markenname eurobahn prangt, ist vielen das dahinter stehende Unternehmen unbekannt. Das soll sich ändern. Denn eine starke Marke ist wichtig, nicht zuletzt bei der Suche nach Mitarbeitern. „Diesen Schwenk hinzubekommen, aus der eurobahn, die überall sichtbar herumfährt, den Keolis Arbeitgeber zu machen, ist eine der Aufgabe, an denen wir momentan arbeiten“, sagt Geschäftsführer Thomas Görtzen.

Aktuell arbeiten 450 Mitarbeiter bei Keolis. Bis zum Jahresende wird die Zahl um ein Drittel steigen. Weiteres Wachstum ist geplant. Eine stabile und von allen mit getragene Unternehmenskultur ist die Voraussetzung dafür, dass sich die neuen Kollegen gut integrieren. „Unsere Unternehmenskultur ist geprägt durch Offenheit, Teamgeist und Leistungsbereitschaft“, so Görtzen. Das hilft.

Was das konkret bedeutet, erläutert der Geschäftsführer am Beispiel der weltweiten Unternehmensleitsätze we imagine, we care, we commit. Als die Konzernmutter in Paris und weiteren 15 Standorten rund um den Erdball die verbindlichen Leitsätze für alle 60.000 Mitarbeiter bekannt gab, wurden die in Deutschland nicht einfach notiert und in die Schublade geschoben.

„Wir haben unsere Mitarbeiter gebeten aufzuschreiben, was sie mit diesen drei Aspekten verbinden. Die Zusendungen haben wir ausgewertet und daraus die Leitsätze für Keolis Deutschland formuliert. Die Mitarbeiter haben also die Grundlage für unsere Leitsätze geschaffen. Passend für Menschen, die im Schienenpersonenverkehr arbeiten. Und in der ihnen gebräuchlichen Sprache. Diese Kultur müssen wir nun unseren künftigen Mitarbeitern vermitteln“, so Görtzen.

Aktiv mitzumachen, statt auf Anordnung „von oben“ zu warten, ist ein wesentlicher Teil der Keolis Kultur. Dazu gehört auch, bereichsübergreifend zu denken. Wer täglich als Kundenbetreuer oder Triebfahrzeugführer mit Kunden Kontakt hat, weiß am besten, was gut ankommt und wo Verbesserungspotential liegt. Das geben die Mitarbeiter ihren Kollegen an Bord entsprechend weiter. Aber auch bei der Suche nach neuen Mitarbeitern beschränkt sich Keolis nicht auf die Fachleute in der Personalabteilung. „Jeder Mitarbeiter ist ein Experte, wenn es darum geht zu beurteilen, wer zu uns passt“, so Görtzen.

Deshalb hat die HR-Abteilung nun das Projekt „Mitarbeiter werben Mitarbeiter“ gestartet. 1.000 Euro erhält der Mitarbeiter, der einen Kandidaten empfiehlt welcher nach der Probezeit übernommen wird.

„Wir zeigen, dass uns unsere Mitarbeiter extrem wichtig sind. Das ist keine Sprachhülse aus dem Lehrbuch employer brand“, so Görtzen. „So sagen wir ganz deutlich, dass wir steigenden Wettbewerb um Strecken begrüßen, dass der jedoch nicht zulasten der Mitarbeiter gehen darf.“

Countdown: Noch 100 Tage bis zur Betriebsaufnahme des Teutoburger-Wald-Netzes

Am 1. September verbleiben noch 100 Tage bis Keolis den Betrieb des Teutoburger Wald-Netzes (TWN) startet. Der größte private Anbieter von Schienenpersonennahverkehr in NRW übernimmt mit seiner Marke eurobahn am 10. Dezember die fünf Linien RB 61, RB 65, RB 66, RB 72 und RE 78.

Die Faktenlage TWN

  • Das Teutoburger Wald-Netz umfasst mit seinen fünf Linien eine Gesamtstreckenlänge von 500 Gleiskilometern
  • Die Züge legen pro Jahr über 5,3 Millionen Kilometer im Netz zurück
  • Alle Linien fahren insgesamt 52 Stationen an
  • Für das Netz stehen 27 Fahrzeuge zur Verfügung, davon 19 gebrauchte Elektrotriebwagen des Typs FLIRT und acht FLIRT der neusten Generation, die grenzüberschreitend bis in die Niederlande verkehren werden
  • Alle 27 Fahrzeuge sind mit modernsten Fahrkartenautomaten ausgestattet
  • Die Telefon-Hotline steht Fahrgästen im 24h-Service sowohl in deutscher als auch in niederländischer Sprache zur Verfügung

 

Faktenlage Keolis (Stand heute)

  • Keolis ist mit dem Betrieb von aktuell drei Netzen (Maas-Rhein-Lippe, Hellweg und Ostwestfalen-Lippe) mit insgesamt zehn Linien und 11, 4 Mio. Zugkilometer pro Jahr in NRW der größte private Anbieter von Schienenpersonennahverkehr im Land.
  • Über 200 Lokführer und rund 70 Kundenbetreuer stellen den Betrieb von in der Spitze 437 Fahrten und 70.000 Fahrgästen pro Tag sicher
  • Keolis bildet aktiv aus: Seit Betriebsaufnahme im Jahr 2000 bis heute zählt Keolis 32 Qualifizierungskurse für Lokführer. Allein sieben davon laufen mit insgesamt 80 Teilnehmern in diesem Jahr. Für das Ausbildungsprogramm wurden in 2017 2 Millionen Euro an Eigenmitteln investiert. Im September startet darüber hinaus auch ein Qualifizierungskurs für Kundenbetreuer.
  • Die derzeit rund 450 Mitarbeiter haben insgesamt 18 Nationalitäten.

Mehr Komfort für Fahrgäste und Mitarbeiter– ab Dezember setzt Keolis neue FLIRT Züge auf der RB 61 ein

Mit der Übernahme des Teutoburger Wald-Netzes (TWN) am 10. Dezember 2017 wird Keolis auf der Linie RB 61 zwischen Bielefeld und Hengelo neue Mehrsystem-Elektrotriebzüge vom Typ FLIRT einsetzen. Den ersten von insgesamt acht Zügen hat Keolis in diesen Tagen in Empfang genommen. „Wir bieten unseren Fahrgästen und auch unseren Mitarbeitern mit den neuen Fahrzeugen modernste technische Ausstattung und Komfort“, erklärte Thomas Görtzen, Geschäftsführer von Keolis. In den kommenden Wochen wird der FLIRT zu Schulungszwecken im Einsatz auf dem Streckennetz sichtbar sein.

Auch Ulf Braker, Geschäftsführer des Herstellers Stadler, bestätigt einmal mehr die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Keolis und Leasinggeber Alpha Trains: „Wir freuen uns, der Keolis FLIRT-Fahrzeuge der neuesten Generation übergeben zu dürfen. Eine hohe Laufruhe sowie eine hohe Energieeffizienz sind neben der neuesten Sicherheitstechnik die Merkmale, die diesen Fahrzeugtypen ausmachen.“

Leasinggeber Alpha Trains, der neben der Finanzierung auch das Projektmanagement sowie die Bauüberwachung erbringt, bestärkt die positive Partnerschaft mit Keolis. Thomas Schmidt, Geschäftsführer der Alpha Trains Passenger Division, hebt hervor: „Mit den neuen FLIRT erhöht sich die Anzahl der von Keolis bei Alpha Trains angemieteten Flotte auf bemerkenswerte 84 Triebzüge. Wir freuen uns, dass Alpha Trains und Keolis auch bei TWN für viele Jahre zusammenarbeiten dürfen.“

Der Einsatz der Fahrzeuge erfolgt im grenzüberschreitenden Verkehr zwischen Bielefeld und Hengelo (Niederlande). Für Fahrten auf den niederländischen Strecken sind die FLIRT zusätzlich mit dem Zugsicherungssystem ETCS Level 2 sowie ATB ausgestattet.

Die fünfteiligen FLIRT können bis zu 532 Passagiere befördern, 266 davon auf komfortablen Sitzplätzen. Im Bereich der ersten Klasse wurde das Platzangebot von bislang 16 auf 24 Sitze erhöht. Zudem ist Platz für 24 Fahrräder pro Zug.Die Fahrzeuge verfügen über großzügig gestaltete Multifunktionsabteile in allen Einstiegsbereichen, breite Einstiege sowie Spaltüberbrückungen – dieses fördert einen schnelleren Fahrgastwechsel. Der Komfort der neuen Fahrzeuge wird durch ein mehrsprachiges Fahrgastinformationssystem, LED-Leuchten im Innenraum und Steckdosen an allen Sitzen ergänzt. Pro Wagen sind vier Sicherheits-Kameras mit einer sehr hohen Bildauflösung installiert.

Der gesteigerte Komfort ist auch für das Personal an Bord spürbar: Neben einer separaten Klimatisierung für die Triebfahrzeugführer besteht auch ein separater Zugang zum Fahrerstand. Beim Vorgänger erfolgt der Einstieg durch den Fahrgastraum. Zusätzlich ist der Fahrerarbeitsplatz nach neuesten Erkenntnissen ergonomisch gestaltet. Die Fahrzeuge erfüllen die Anforderungen der DIN EN 15227 (Crash Norm).„Unser Leistungsversprechen lautet sicher und service-orientiert auf der Schiene unterwegs zu sein“, so Thomas Görtzen. „Sowohl unsere Fahrgäste als auch unsere Mitarbeiter profitieren von den modernen Schienenfahrzeugen für diese Linie.“

Triebfahrzeugführer: Schlechtes Image – gute Chancen

  • Keolis startet Ende August den siebten Qualifizierungskurs in diesem Jahr
  • Wachsender Personalbedarf in einem sicheren und gut dotierter Beruf

Düsseldorf, 26. Juli 2017. Zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember 2017 übernimmt Keolis das Teutoburger-Wald-Netz (TWN). Das Unternehmen stellt daher in diesem Jahr insgesamt rund 120 weitere Triebfahrzeugführer ein. Für die Personalabteilung bedeutet das eine Herkulesaufgabe. Denn, so Keolis Geschäftsführer Thomas Görtzen, der Beruf wurde jahrelang schlecht geredet.

Dabei bietet er Sicherheit, gute Bezahlung und Komfort. Der Arbeitsplatz und Einsatzort ist über Jahrzehnte gesichert. Das Einstieggehalt liegt bei fast 3.000 Euro. Alle fünf Jahre gibt es den so genannten Erfahrungsaufstieg mit entsprechender Gehaltserhöhung. Der Führerstand ist modern ausgestattet und gewährleistet zu allen Jahreszeiten gute Arbeitsbedingungen.

Warum also ist der Beruf des Triebfahrzeugführers als Mangelberuf anerkannt? Womöglich tragen die Diskussionen um autonomes Fahren dazu bei, vermutet Thomas Görtzen, Geschäftsführer Keolis.  Auch die Gruppe Keolis betreibt in Frankreich und London bereits 10 führerlose Metrolinien mit einer Streckenlänge von insgesamt 140 km und gehört zu den Pionieren auf diesem Gebiet. 1983 nahm Keolis in Lille den ersten Betrieb auf. Weitere Strecken in Indien und China sind momentan in der Vorbereitung. Jüngst hat Keolis in Frankreich und Las Vegas auch autonome Shuttles im Einsatz. Allerdings sind diese Märkte mit dem deutschen Markt nicht vergleichbar. „Das komplexe Zusammenspiel mit vielen Akteuren und einer Trennung von Netz und Betrieb in Deutschland sieht noch lange Jahre den Einsatz von Menschen im Führerstand vor“, ist Thomas Görtzen überzeugt.

Das beweist auch die Investition in neue Fahrzeuge, die sein Unternehmen tätigt. „Die Fahrzeuge, die ich gerade bestellt habe, fahren noch mindestens 30 Jahre. Und für die brauche ich Triebfahrzeugführer.“

Tatsächlich steigt der Personalbedarf. Heute sind 60% mehr Fahrgäste auf der Schiene unterwegs als vor 20 Jahren. Es gibt 30 Prozent mehr Zugfahrten. Keolis reagiert darauf durch massive Investitionen in die Ausbildung. Zwei Millionen Euro setzt das Unternehmen allein in diesem Jahr für die Qualifizierungsmaßnahmen ein.  Zudem hat Keolis unter www.einfach.keolis.de eine neue Website veröffentlicht, mit der um neue Lokführerinnen und Lokführer für die zwölf Standorte in NRW und Niedersachsen geworben wird.

Seit Anfang des Jahres befinden sich insgesamt 63 Personen in sechs Qualifizierungskursen. Keolis hat mit seit der ersten Betriebsaufnahme im Jahr 2000 insgesamt 31 Kurse erfolgreich zum Abschluss gebracht. Die Qualifikation zum Triebfahrzeugführer dauert rund zehn Monate. Der nächste Qualifizierungskurs startet Ende August.

Fairer Wechsel: Keolis betreibt Novum bei Betriebsübergang

Heute sind es noch 145 Tagen: Dann übernimmt unser Unternehmen am 10. Dezember 2017 den Betrieb der fünf Linien des Teutoburger Waldnetzes RB 61, RB 65, RB 66, RB 72 und RE 78. 145 Tage scheinen noch lange hin – für uns, die wir seit Zuschlagserteilung im November 2014 in einer aktiven Vorbereitungsphase sind – ist das ein Endspurt.

Dieser Endspurt nimmt nun - buchstäblich – konkrete Züge an, über die wir Sie in den nächsten verbleibenden Monaten gerne informieren werden.

Keolis ist Marktführer der privaten Eisenbahnverkehrsunternehmen im Streckengebiet des Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) und aktuell auch größter privater Anbieter in NRW. Die über zwanzig Jahre Wettbewerb auf der Schiene gestaltete Keolis im Land mit Aufnahme der ersten Linie im Jahr 2000 von Anfang an aktiv mit.

Was hat sich verändert?

Die Vorteile des Wettbewerbs sind deutlich: So konnte bundesweit nicht nur ein erheblicher Fahrgastzuwachs um über 58 Prozenterreicht werden, sondern auch eine verbesserte Auslastung des Angebots und der Fahrzeuge. Die Fahrplangestaltung ist mit mehr Linien, erweiterten Strecken und einer ausgedehnten Taktung (vor allem an den Wochenenden) stärker an den Bedürfnissen der Menschen der Region angepasst. Fahrgäste spüren nicht nur modernen Komfort bei den Fahrzeugen, sie spüren auch den „menschlichen Geist“ der jungen und dynamischen Unternehmen am Markt.

Fairer Betriebsübergang: Gemeinsam gestaltete Planbarkeit

Doch wer erfolgreich sein will, braucht nicht nur Strecken, sondern auch Personal.

Die Unternehmen untereinander erleben einen veränderten Umgang: Konkurrenten im Wettbewerb um Ausschreibungen sind zugleich Partner im laufenden Betrieb und setzen sich gemeinsam als Branche für einen verlässlichen Nahverkehr ein. Sie garantieren Mitarbeitern der alten Betreiber faire Übergänge und Planungssicherheit beim Neubetreiber.

Der Betreiberwechsel des Teutoburger-Wald-Netzes betrifft rund 95 Mitarbeiter beim jetzigen Verkehrsunternehmen WestfalenBahn. Keolis hat sich als einer der ersten in der Branche dazu entschlossen, den Lokführern und Kundenbetreuern schon jetzt Planungssicherheit zu bieten und allen Betroffenen angeboten, sie zu übernehmen. Im Anschluss folgten Informationsveranstaltungen und die extra dafür ins Leben gerufenen Webseite http://twn.keolis.de gibt Antworten und Hintergrundinformationen zu allen wichtigen Fragen. Das Konzept war erfolgreich und rund 80 Prozent der Mitarbeiter bestätigte den Wechsel im Dezember.

Mit der Erweiterung des Streckennetzes in diesem Jahr und mit der Übernahme des Betriebes der S-Bahn Rhein-Ruhr im Dezember 2019 wird Keolis seinen Marktanteil und seinen Fahrzeugbestand verdoppeln – und gleiches gilt auch für die Belegschaft. Dafür wird in Kürze nochmals eine umfangreiche Recruiting-Kampagne gestartet, die auf die Anfang Juli veröffentlichte Webseite http://einfach.keolis.de lenken wird.

Auch wenn der Beruf des Lokführers nicht mehr so im Fokus vieler Berufsanfänger steht wie in der Vergangenheit, steht für uns als Unternehmen und Arbeitgeber fest: Bei all den Reformen und den Entwicklungen kann die Eisenbahnbranche etwas ganz besonderes für sich beanspruchen:

Sie bleibt aller Dynamik zum Trotz beständig, bietet Arbeitsplatzsicherheit durch eine kaum vergleichbare Planbarkeit. Denn welches Unternehmen kann heutzutagenoch verlässlich voraussagen, mit welchen Aktivitäten und welcher Mitarbeiterzahl es die nächsten 15 Jahre am Markt agiert und wie der operative Betrieb gestaltet ist?

Erfolgreicher Tarifabschluss mit der GDL

Als „sehr guten Abschluss“ bezeichnet die GDL in ihrer öffentlichen Mitteilung das Ende unserer gemeinsamen Verhandlungen. Beide Tarifvertragsparteien einigten sich am 30. Juni auf ein Paket, das für die Mitarbeiter sowohl auf der Gehaltsabrechnung als auch in der Freizeit bemerkbar macht: So wurden Entgelt und Zulagen erhöht und der Urlaubsanspruch angehoben. Zusätzlich bedeuten neue, verbindliche Jahresruhetags-, Wochen- und Urlaubsplanungen mehr Planbarkeit. 

http://www.gdl.de/Aktuell-2017/AushangFakten-1499095581